Inklusion im Kanusport

Inklusion im Kanusport

Zielgruppe: Gehörlose, Schwerhörige und Menschen mit CI

Kommunikation auf dem Wasser ist im Kanusport von entscheidender Bedeutung. In vielen Situationen, in denen die gesprochene Sprache unpraktisch oder unmöglich ist, bieten schon jetzt Zeichen und Gesten eine universelle Möglichkeit zur Verständigung. So koordinieren wir uns im Team, geben Kommandos weiter und tauschen Informationen aus, wenn Wind, Geräuschkulisse oder Entfernung die Lautsprache unverständlich machen.

Um gehörlose und hörgeschädigte Menschen für den Kanusport zu gewinnen, müssen bestehende Barrieren erkannt und gezielt abgebaut werden. Dazu gehören vor allem Kommunikationshindernisse sowie Berührungsängste auf beiden Seiten.

Kanu-Workshop für Gehörlose, Schwerhörige und Menschen mit CI:

Im August (09.08.2025 - 10.08.2025 und 16.08.2025 - 17.08.2025) führte der Kanu-Club Zugvogel e. V. daher an zwei aufeinander folgende Wochenenden einen Kajak-Grundlagen-Workshop durch. Der Workshop richtet sich gezielt an gehörlose und schwerhörige Menschen sowie an Personen, die mit einem Cochlea-Implantat (CI) versorgt sind. Organisiert wurde der Workshop von Gabriele Kohler.

Die Veranstaltung wurde über den Kölner Gehörlosenverein und Soziale Medien mittels Flyer und Video in Deutscher Gebärdensprache (DGS) beworben. So gelang es, acht Teilnehmende für diese Veranstaltung zu gewinnen.

Die Teilnehmenden erhielten an den beiden Wochenenden eine fundierte Einführung in den Kanusport. Der Kurs kombiniert theoretische Grundlagen zu Sicherheit, Ausrüstung und Paddeltechnik mit praktischen Übungen auf dem Wasser und ermöglichte einen barrierearmen Zugang zum Kanusport. 

Die Kommunikation wurde durchgängig barrierearm gestaltet. Alle Informationen an Land wurden in Lautsprache und DGS angeboten. Um die Informationsverarbeitung für schwerhörige Personen zu erleichtern, wurden die Inhalte langsam und deutlich in ruhiger Umgebung vermittelt. Zusätzlich kamen Textkarten zum Einsatz, auf denen die wesentlichen Informationen stichpunktartige und in großer Schrift oder über erläuternde Grafiken abgedruckt waren.

Auf dem Wasser erfolgte die Kommunikation über vorher festgelegt visuelle Zeichen und in Gebärdensprache, sodass alle Teilnehmenden unabhängig von Hörhilfen aktiv eingebunden waren und den Anleitungen folgenden konnten. Für die Sicherheit auf dem Wasser ist es wichtig, Aufmerksamkeit in Gefahrensituationen erzeugen zu können. Da dies ggf. weder visuell noch akustisch möglich ist, kamen erstmals taktile Signalgeber (spürbare Vibration) im Rahmen eines Buddy-Systems (1:1-Betreuung) zum Einsatz. 

Während der Wochenenden wurden Reflektions- und Austauschräume geschaffen. So konnten die Teilnehmenden ihre Wünsche, Bedürfnisse und eventuelle Unsicherheiten äußern und beim gemeinsamen Grillenabend sich gegenseitig besser kennenlernen und Berührungsängste abbauen. 

Das besondere Highlight bildete die Abschluss-Tour auf dem Rhein von Zündorf nach Mülheim zu den Wassersportfreunde Neptun e. V., am Kölner Dom vorbei. Dabei konnte das Erlernte in der Praxis erprobt und das Selbstvertrauen, in die durch den Workshop erworbenen paddlerischen Fähigkeiten gestärkt werden. Zugleich stellte diese Tour den Übergang vom Schnupper- in den Regelbetrieb dar.

Die Durchführung wurde durch die Förderung des Stadtsportbundes Köln aus Mitteln der Behindertensportbeihilfe ermöglicht. Unterstützung erfuhr Gabriele Kohler von Alexandra Knorr (Kanu-Club Zugvogel e. v.), Sabine Matern (TC Sterkrade 1869 e. V., Kanuabteilung), Maria Rhein (Wassersportfreunde Neptun e.V.) und Kathrin Steiner (SC Janus e. V.) sowie Heiko Burak, der die Veranstaltung in Gebärdensprache begleitete.

Inklusive Kanutour:

Aufbauend auf diesem Workshop wurde am darauffolgenden Sonntag (24.08.2025) eine Schnupper-Kanu-Tour für Gehörlose, Schwerhörige und Menschen mit CI von Mondorf nach Zündorf von Gabriele Kohler und Alexandra Knorr angeboten. An dieser Tour nahmen 4 Personen des vorangegangenen Workshops, sowie 4 weitere Personen aus deren näherem Umfeld teil.

Begleitend dazu organisierte Gabriele Kohler eine Ausbildungsfahrt für hörende Vereinsmitglieder, bei der die Logistik einer Kanutour, Boote laden, gegenseitige Unterstützung beim Ein- und Aussteigen, Anwendung der Paddel-Techniken bei einer Tour, Fahren in einer Gruppe, Ausweichmanöver und effektiver Richtungswechsel und Kommunikation auf dem Wasser zentrale Bestandteile darstellten.

Gerade in puncto Kommunikation wurde dabei speziell auf die Bedürfnisse der gehörlosen und schwerhörige Personen eingegangen und Teams aus Teilnehmenden beider Gruppen gebildet. Auch hier kamen die taktile Signalgeber als Sicherheitselement zum Einsatz.

Erkenntnis:

Maßnahmen zur Sensibilisierung, konkrete sportliche Angebote, DGS-Kompetenz und der Einsatz von Dolmetscher*innen bei Vereinsveranstaltungen bilden die Basis für die nachhaltige Teilhabe Gehörloser, Schwerhöriger und Menschen mit CI am Sport und dem Vereinsleben.

Ergebnis, Folge-Aktionen und Ausblick:

Aus dem Kreis der Teilnehmenden beider Angebote konnten so drei gehörlose Personen im Verein als Mitglied gewonnen werden. Diese nehmen am regulären Training und an weiteren Vereinsaktivitäten teil. Möglich ist dies, weil Gabriele Kohler die Deutsche Gebärdensprache inzwischen auf B1-Niveau beherrscht. Unterstützung wird Gabriele Kohler hier durch Alexandra Knorr erfahren, die ab Januar 2026 ebenfalls die Gebärdensprache erlernen wird.

Vor dem Hintergrund der Mitgliedschaft gehörloser Personen lud Gabriele Kohler die Vereinsmitglieder ein, am 27.10.25 gemeinsam den Kinofilm „Sorda“ zu besuchen. Diesem Aufruf folgten knapp 20 Vereinsmitglieder. Im Mittelpunkt stand dabei, erste Einblicke in die Gehörlosenkultur und die Herausforderungen gehörloser Menschen kennenzulernen.

Da ein zentraler Ansatz zur Inklusion der Aufbau von Gebärdensprachkompetenz im Kanu-Verein darstellt, können unsere Mitgliedern im Rahmen von drei Übungsabenden (20.01.26, 27.01.26 und 03.02.26) erste Gebärden erlernen. Die drei Abende werden von den gehörlosen Mitgliedern selbst geplant und geleitet. Ergänzend wird das Fingeralphabet und QR-Codes zu Videos der wichtigsten Gebärden als Aushang platziert.

Der Förderverein unterstützt darüber hinaus die Teilhabe am Vereinsleben mit finanziellen Mittel und ermöglicht die gebärdensprachliche Begleitung der Matinee und der Mitglieder-versammlung im Jahr 2026.

Gabriele Kohler                                                                                

Nikolausfeier 2025

Nikolausfeier 2025

Am 7. Dezember. 2025 hatten wir zur Nikolausfeier rund 100 große und kleine Vereinsmitglieder und davon etwa 40 Paddelnde auf dem Rhein gehabt. Schon beim Treffen am Bootshaus hatten wir einen hohen organisatorischen Aufwand, und wir waren dennoch sehr gut organisiert. Gegen 12 Uhr fuhren wir nach Mondorf und luden dort unsere Boote von den Hängern. Ein gemeinsames Gruppenfoto durfte natürlich nicht fehlen.

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Für Kinder und Erwachsene die, nicht selbst Paddeln konnten oder wollten, haben wir zusätzlich einen Kanadier mit aufs Wasser mitgenommen. Das war besonders spektakulär, denn hier konnte man die Zusammenarbeit live auf dem Wasser sehen und erkennen, dass sie damit teilweise viel schneller waren. Mit an Bord in dem Kanadier natürlich selbstgebackene Kekse, um die Paddelnden bei Laune und Kräften zu halten! Alle waren gut gelaunt, mit Weihnachtsmützen und Musik auf dem Wasser. Gegen 15 Uhr waren wir alle am Bootshaus und schlossen uns der Nikolausfeier an.

Dort erwartete uns bereits ein festlich geschmückter Clubraum mit einem großen Weihnachtsbaum, der bis an die Decke ging. Dieser war bereits am Freitag von einigen Zugvögeln organisiert und dekoriert worden. Für das leibliche Wohl war gesorgt: So gab es auch Essen und Trinken für jeden Geschmack für Klein und Groß.

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Dieses Jahr war es besonders, denn wir hatten fast 100 Anmeldungen für die Nikolausfeier, mehr als in allen vergangenen Jahren. Der Nikolaus wurde dieses Jahr nicht wie üblich am Rhein abgeholt, da es stark regnete. Stattdessen erschien er wie aus dem Nichts im Clubhaus– offenbar kennt der Nikolaus mehr Wege als wir. Empfangen wurde der Nikolaus mit festlichen Klängen des Tenorhorns.

Unsere Nikolausfeier bot eine schöne Gelegenheit, Erwachsenen und Kindern Dank auszusprechen, gemeinsam Lieder zu singen und Gedichte vorzutragen – mit einer Bescherung im Anschluss. Und so verabschiedete sich der Nikolaus schließlich, wieder untermalt von den Klängen des Tenorhorns.

Im Anschluss wurde sich nochmal unterhalten und gespeist. Andrea dankte allen Helfenden, die sich freiwillig gemeldet hatten. Die besinnliche Nikolausfeier und das Nikolauspaddeln waren ein voller Erfolg. Und zeigt uns wie wichtig es ist, wenn wir als Verein zusammenhalten, organisieren und uns engagieren, damit solche Veranstaltungen möglich sind.

Vielen Dank an Alle, die sich dieses Jahr an der Nikolausfeier beteiligt haben!

Martin B.

Mehr Bilder findet Ihr in der Galerie…

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Mitgliederversammlung 2025

Mitgliederversammlung des KC-Zugvogel 2025

Pünktlich um 19.30 ging es los:  Mit einem kleinen Imbiss, der, wie sich später herausstellte nur die Vorspeise war. Dazu gab es natürlich auch was zu trinken, das Bier von Ian, unserem Hallenwart, liebevoll gezapft. Vor der Kulisse der neuen Flusswanderboote „Tünnes“ und „Schäl“ eröffnete Andrea, unsere Präsidentin, die Sitzung – so heißt das doch an Karneval. Nein – Spaß bei Seite. Natürlich geht es auch um viele Formalitäten: Genehmigung des Protokolls des Vorjahres, Eintritte /Austritte, die sich wieder die Waage hielten, etc.

Taufe

Beeindruckend für mich war dann die Aufzählung der Aktivitäten:

Die großen Fahrten zur Salza, zur Soca und nach Sault Brenaz, dazu die Fahrten einzelner Mitglieder nach Schottland, in die Dänische Südsee, auf der Nordsee und die vielen kleinen Flussfahrten auf den Flüssen in der Nähe.

Alles unterstützt von über 20 Übungsleitern, die den Anfängern zeigen, wie paddeln geht und natürlich auch auf die „Großen“ aufpassen, wenn sie zB. auf der Koritnica baden gehen. Ich selbst habe da so meine Erfahrungen.

Eine, den schlimmen Ereignissen unserer Zeit geschuldete Maßnahme, verdient noch besondere Erwähnung: Die Neukonzeption der Prävention vor sexualisierter Gewalt. Unser Konzept ist schon vor zehn Jahren erstellt worden, musste jetzt aber den neuen gesetzlichen Vorgaben angepasst werden. Matthias Fink, der ja auch schon beruflich mit diesem Problem zu tun hatte, stellte das erneuerte Schutzkonzept sehr engagiert vor. Nachzulesen auf unserer Homepage bzw. im Anhang der Einladung zur MV.

Erstaunlich sind die sportlichen Erfolge unseres Vereins im Kanu-Freestyle: Nicht nur Naya Daruwala, unsere Vizemeisterin bei der letzten DM. Unsere gesamte Mannschaft von Sylvia bis Mattis waren sehr erfolgreich.

Natürlich geht es hier um die Kanujugend, die von Naya als Jugendwartin und von Vicky, Tomm und Daniel als JugendsprecherInnen vertreten wird.

Der Kauf eines neuen Busses, der neben dem Alten, unsere Fahrten so preiswert macht, sowie die Anschaffung etlichen Materials, die Erneuerung des Treppenaufgangs und vieles mehr wurde von Christian den Mitgliedern erläutert.

Ausführlich stellte Matthias den Kassenbericht vor. Für mich wiederum erstaunlich: Zum einen der Umfang ca 87.000 € Ein- bzw. Ausgaben. Vor allem aber, was damit alles an Aktivitäten und Anschaffungen möglich wurde.

Klar, dass der Vorstand dann einstimmig entlastet wurde. Über diese Formalität hinaus wurde aber auch die hohe Wertschätzung der Arbeit aller fünf Vorstandsmitglieder deutlich zum Ausdruck gebracht:

Vorstand

Andrea Sprenger (Präsidentin), Petra Rixgens (Geschäftsführung), Matthias Fink (Finanzen), Christian Mörchen (Bootshauswart) und Ansgar Birrenbach (Freizeitsport), Sylvia Daruwala (Leistungssport) Naya Daruwala (Jugendwartin)

Zum Schluss gab Andrea noch einen Ausblick auf die Ereignisse unseres kommenden Jubiläumsjahres. Der 75te Geburtstag muss gefeiert werden! Auf der Homepage gibt es dazu die näheren Informationen. Jedenfalls wird das kommende Jahr sogar die vergangenen Aktivitäten toppen.

Ich war froh, dabei gewesen zu sein, denn es geht doch um viel mehr als Formalitäten, nämlich auch um die Wertschätzung derer, die das alles möglich machen.

Herzlichen Dank!

Joachim Degenhardt

Demo bunt statt braun

BUNT statt BRAUN

IMG 20250203 WA0020Dem Aufruf des Wsf Neptun zur ersten Rheindemo für Demokratie und Vielfalt folgten viele Zugvögel zu Wasser und an Land

Als am 17. Januar der Aufruf-Flyer in den Vereins-Chat flatterte, entstand sofort reges Interesse unter den Mitgliedern, und ich meine ich hätte das Prickeln bei allen durch den Äther gespürt: Paddeln für Demokratie, was für ein starkes Zeichen können wir mit unserem Sport setzen und mit unseren bunten Booten für genau das auf die Wasserstraße gehen: Vielfalt, Individualismus, Zusammenhalt, Demokratie und die Werte unserer Gesellschaft.

Im Folgenden setzte reges Organisieren ein: es galt den Kontakt zu den Veranstaltern herzustellen, die Teilnehmenden zu melden und ständig up-to-date bezüglich der Sicherheitsbedingungen zu bleiben. Der Shuttle-Service musste organisiert werden. Die Zugvögel wurden kreativ: es wurden Aufkleber entworfen und hergestellt, Befestigungsmöglichkeiten für Flaggen erfunden, Boote mit Slogans „getaped“ und vieles mehr.

Am 02. Februar paddelten wir mit rund 20 Zugvögeln bei Sonnenschein von Zündorf zum Sammelpunkt der Demonstration an der Südbrücke. Viele von uns, auch Freunde und Familie, nahmen auch an Land oder über die Medien, und das weit über Kölns Grenzen hinaus (Web-Cam vom Dom, Berichten im WDR etc), teil und waren so live und im Herzen dabei.

Paddler Demo 44Schon auf dem Wasserweg trafen wir viele weitere Paddler und das Bild, das sich uns am Sammelpunkt bot, war schon beeindruckend: die vielen verschiedenen und bunten Boote und Paddler, die einfallsreich mit Fahnen oder Slogans bestückt waren (ja, auch die Paddler!); am Ufer zu beiden Seiten und auf der Brücke standen viele Unterstützer, bis hin zum Rheinauhafen, teils auch mit Plakaten; es wurde gewunken und geklatscht und auf die Boote geklopft.

Der Demonstrationszug setzte sich zur Kundgebung im Rheinauhafen in Bewegung. Für die Sicherheit war der Rhein für die Schiffahrt gesperrt und die Wasserschutzpolizei sowie die DLRG hatten ein waches Auge auf uns. Von den brechend vollen Hafenmauern wurden die Paddler begeistert empfangen, eine Brassband spielte und es war ein absolutes Gänsehaut-Gefühl. Die vielen Menschen zu sehen, die ebenfalls Plakate entrollt hatten und uns vom Ufer aus unterstützen, war ein einmaliges Erlebnis. Nach der Kundgebung bildeten die Boote eine Linie über den gesamten Rhein, bevor wir zur Zoobrücke paddelten, wo die Demonstration offiziell endete. Wir paddelten bis zum RTHC in Stammheim, wo wir am Morgen den Hänger abgestellt hatten.

Laut Medien waren 3.000-5.000 Menschen gekommen und ca. 350 Boote mit über 400 Paddlern und Ruderern nahmen teil, teilweise waren sie von weither angereist. Es war ein starkes Zeichen, das diese erste Demonstration der Geschichte auf dem Rhein gesetzt hat. Die Demo fand ein beachtliches, überregionales Echo in den Medien. Ich empfand es als ein überwältigendes Erlebnis und bin dem Wsf dankbar, dass sie das auf die Beine gestellt haben, und allen Zugvögeln, die das mit ermöglicht haben! Was für ein grandioser Tag!

Evelin

 

IMG 20250202 WA0204Stimmen von Zugvögeln:

Die Rheindemo Anfang Februar war für mich ein ganz besonderes Erlebnis, und ich bin sicher, auch alle anderen, die dabei waren, werden sich noch sehr lange an den Tag erinnern! Schon am Sammelpunkt war es toll, die vielen bunten Boote zu sehen und auch viele Bekannte aus anderen Vereinen zu treffen. Auf der Fahrt zum Rheinauhafen gaben die vielen Spaziergänger, die am Rhein stehen blieben, um zu winken, schon einen Vorgeschmack auf die Kundgebung. Bei der Hafeneinfahrt mit vielen Zuschauern und zur Musik der Brassband gab es bei mir die erste Gänsehaut, der bemerkenswerteste Moment war für mich jedoch, als bei dem Song einer Sängerin alle das Paddel aufstellten und leicht hin und her schwenkten: es schien mir, als wären auch alle anderen ganz still gewesen in dem Moment und ähnlich ergriffen wie ich. Aber vom Feeling abgesehen: besser als mit unseren bunten Booten und Klamotten kann man wohl kaum das Motto „Bunt statt braun“ vertreten, und die rege Beteiligung hat mir unseren Sport noch ein bisschen nähergebracht.

(Ulrike Salingre)

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Paddler Demo 15Wir waren als Teilnehmer an der Land-Demo dabei und mussten feststellen, dass wir mit unseren Fahrrädern langsamer unterwegs sind als die Boote auf dem Rhein. Daher war es gar nicht so einfach,

  • Erst an der Südbrücke zu winken
  • Dann in den Rheinauhafen zu fahren
  • Dort noch einen guten Platz zwischen all den Leuten zu bekommen und
  • Dann noch weiter rheinabwärts die Boote zu verfolgen.

Aber wir haben es geschafft! 😊

Es war sehr schön, die vielen Boote auf dem Rhein und dann gemeinsam im Hafenbecken zu sehen. Besonders das Winken mit Paddeln sah toll aus und hat uns eine Gänsehaut beschert 😊.

Nina sagt dazu:“ Herzerwärmend“

(Iris und Nina)

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Bild 7

Zuerst hatte ich mich angemeldet für diese 1. Demo auf dem Rhein. Es ist eine so tolle Idee und ich war erst einmal sehr begeistert, zumal ich auch schon bei Null Grad auf Rhein und Sieg gepaddelt bin - allerdings vor recht vielen Jahren ;-) Und mir wird nicht so schnell zu kalt, eher umgekehrt.

Dann siegte die Vernunft, und da die Teilnehmerzahl begrenzt war, machte ich meinen Platz für Ulrike Esser frei. Mir kamen nämlich Bedenken angesichts der Temperaturen und der langen Zeit während der Kundgebung im Hafen im Boot zu sitzen.

Unbedingt wollte ich aber dabei sein. Mit meiner Freundin Claudia hatte ich einen tollen Platz auf der Terrasse am Schokomuseum. Die Stimmung war riesig, das Rheinufer voller Menschen. So Viele waren gekommen.

Es hat mich begeistert, wie viele Menschen am und auf dem Wasser bereit waren, ein Zeichen zu setzen und wo wir stehen in diesen Zeiten.

Und unheimlich gerne bin ich beim nächsten Mal dabei - auf dem Rhein!

(Brigitte)

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Clubabend mit Gästen

Sportlerehrung beim großen Clubabend

Ich arbeite daran, in die Annalen des KC Zugvogels einzugehen, aber das wusste ich natürlich noch nicht, als ich zum großen Clubabend mit Gästen und mit Sportlerehrungen ging. Für mich war es erst einmal ein Event, bei dem ich viele Paddelclubler wiedersehen, neue kennenlernen und vor allem viel über die zahlreichen Aktivitäten im Verein erfahren wollte.

Damit war ich nicht allein – es kamen um die 40 Mitglieder viele Gäste aus der Politik und dem Sportvereinswesen. Der Saal war gut gefüllt, als das Programm losging. Begonnen hat es mit verschiedenen Reden, in denen schon ein Vorgriff auf das kam, was später noch weiter ausgeführt wurde: auf die vielen sportlichen Erfolge und Aktivitäten des Vereins. Für mich war es erstaunlich, wie viele offizielle Vertreter aus den Parteien, aus dem Bürgermeisteramt und von Kanuclub NRW sowie der Sporthilfe anwesend waren. Damit ist klar, dass der Clubabend mit Sportlerehrung essentiell dafür steht, den Zugvogel nach außen hin sichtbar zu machen. Ein ganz wichtiges Ziel, das letztendlich die stabile Finanzierung des Vereins mit Fördergeldern und Spenden ermöglicht.

Im Mittelpunkt standen dann die sportlichen Erfolge, und zwar nicht nur die zahlreichen Platzierungen bei Wettbewerben im Leistungs- und Breitensport (Leistungssport Freestyle Nachwuchs: Mattis und Daniel, Freestyle Erwachsene und Ehrenamtsstipendium der Sportjugend NRW: Naya), sondern auch die der einzelnen Mitglieder. Die Fahrtenbücher brachten Aufschluss über die eindrucksvollen fast 18.000 km in 2024 gepaddelten Kilometer (über 4.200 km der Kinder und Jugendlichen sowie knapp 13.500 km der Erwachsenen und zusätzlich über die vielen Ziele, die von der Mitgliedschaft anvisiert wurden. Diese breite Palette sieht man übrigens auch im Zugvogel-Kalender 2025, der als Präsent an alle Geehrten vergeben wurde.

Den Goldener Schrubber (Jens), Damenpreis für die meisten Kilometer (Karen), Sportabzeichen in Bronze (Gabi, Alexandra, Sonja, Karen, Joachim, Bernd) sowie in Gold (Heike) und viele weitere Standardkategorien mit harten Fakten als Grundlage später wurden die eher weichen Faktoren geehrt. Zum Beispiel die gute Tat, die dieses Jahr darin bestand, der Wildalpen-Jugendgruppe den großen Kocher fürs Küchenzelt hinterherzufahren (Iain), die goldene Zitrone (Matthias, Marcel und Ulrike) für das Vergessen eben jenes Kochers und – da kam für mich der Überraschungsmoment – die Kenterkrone 2024 an mich. Wer rechnet schon damit, dass man im zweiten Quartal, genauer gesagt im Osterurlaub mitten im April, als erstes Vereinsmitglied des Jahres kentert?

Die Ehrung der runden Mitgliedschaften (Uli, Susanne, Ansgar, Karen, Wolfgang, Janina, Sascha, Stefanie, Maximilian und Anna, jeweils 10 Jahre; Friedel, 50 Jahre, und Marianne, 60 Jahre Mitgliedschaft), die Bootstaufe von „Blaubär“ und ein wie immer reichhaltiges Buffet samt großer Nachtischkollektion später ging ein fröhlicher und geselliger Abend zu Ende. Meine Kenterkronen-Prinzessinnentorte war sehr lecker, weshalb ich nun Pläne schmiede, wie ich in 2025 trotz intensivem Rollentraining wieder die Erste kopfunter im Fluss sein kann :-)

Übrigens: Im nächsten Jahr, dem Jubiläumsjahr des Zugvogels, wird die Sportlerehrung im Rahmen einer Matinee am Sonntag, den 25. Januar 2026 ab 11:00 Uhr stattfinden. Schon jetzt markieren!

Stefani                    mehr Bilder findet Ihr in der Galerie...

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