Ein Sonntag auf der Dhünn




Was macht nur der Winter 2012? Es regnet! Was uns Paddler natürlich auch freut. So kommt es, dass die kleinen Flüsschen im Bergischen Land zu Flüssen werden und danach rufen gepaddelt zu werden.
Dank Rundmail fanden sich 8 begeisterte Paddlerinnen und Paddler am Sonntag, dem 8.1.2012 in Leverkusen-Schlebusch ein. Mit dem Vereinsbus ging es an die Dhünn kurz unterhalb der Talsperre. Der Pegel Manfort meldete 85 cm. Nach kurzer Besprechung ging es gleich los.  Leider wurde das meiste Wasser in der Talsperre festgehalten, sodass es sehr ruhig auf niedrigem Wasser abwärts durch einen wilden Wald ging.  Einige Wanderer schauten verdutzt, was sich da auf dem Wasser tummelte. Einige kleine Bächlein kamen von rechts und links dazu und so wurde es doch immer mehr Wasser. Zum Einschaukeln war es sehr entspannend und schön. An vielen Stellen war der Flusslauf versperrt mit Bäumen, sodass wir entweder darunter hindurch schlupfen oder aber diese Stellen umtragen mussten.
Nach ca. 3 ½ km Kilometern kommt kurz vor dem Altenberger Dom von rechts der Eifgenbach. Schon von Ferne konnte man sehen, dass er eine ganz andere Farbe hatte und auch sehr viel mehr Volumen. Man könnte fast sagen, die Dhünn mündet in den Eifgenbach ! Von nun an konnte man von Wildwasser sprechen und gleich kam auch die erste schöne Spielstelle am Parkplatz beim Märchenwald. Eine kleine Stufe bildete hier eine schöne Walze zum Kreuzen, Surfen und allem was Spaß macht. Auch hier hatten wir wieder unsere Zuschauer, die teilweise nicht mal ihr Auto verlassen mussten. Wer die Dhünn kennt, kann sich im Sommer nicht vorstellen, dass man darauf vernünftig paddeln kann. Jetzt machte es richtig Spaß und vorbei an Altenberg unter der Straße hindurch kam bei Schloss Strauweiler eine richtige Stufe. Ein früheres Stauwehr wurde entfernt und nun geht es in ein paar Stufen spritzig hinunter. Das sorgte für Adrenalin im Blut.
Ruhig ging es weiter durch Odenthal. Kurz vor der Straßenbrücke von Schildgen nach Odenthal wurde ebenfalls ein Wehr entfernt und es wurde wieder spritzig.  Auf geschätzt 20 Meter Länge geht es in zwei Stufen hinunter. Von nun an ging es ruhiger weiter immer wieder durch Wald, einige Bäume versperrten den Weg. Teilweise konnten wir darunter hindurch paddeln, aber oft mussten wir aussteigen und umtragen. Inzwischen waren wir schon gut drei Stunden unterwegs und die Konzentration ließ etwas nach. So passierte es, dass an einer eigentlich einfachen Stelle beim Unterfahren eines quer liegenden Baums doch plötzlich eine Paddlerin von der Dhünn verschluckt wurde. Wir gratulieren zur damit gewonnenen Kenterkrone, der Vereinswertung für die erste geglückte Kenterung im Jahr! Es ist nichts dabei passiert und so ging es nach einer kurzen Pause und Stärkung weiter. Mit vollem Mund gesprochen von Christian: „Mh mmm  mb? “ und die Antwort von Matthias: „Danke, ich nehme ein Salamibrot!“ – erfahrene Paddler verstehen sich eben!
Nun ging es recht ruhig und wenig spektakulär weiter bis etwas vor Schlebusch Wasser für den Freudenthaler Sensenhammer abgezweigt wird. Langjährige Paddler kennen diese Stelle noch als Material mordendes Wehr mit einer kleinen Stufe, die auf einer Rampe endet. Diese Rampe ging noch circa 10 Meter weiter und endete in einem Schwall. Inzwischen wird dieses Wehr umfahren auf einem spritzigen Stück Wildwasser. So kommen nicht nur Fische die Dhünn aufwärts, sondern auch wir Paddler ohne umtragen hinunter.
Der Rest der Strecke bis zum Parkplatz Freibad Auermühle ging gemütlich dahin und man konnte über das Erlebte diskutieren.
Nach 4 Stunden und insgesamt fast 15 Kilometer Paddeln waren wir an unserem Startpunkt zurück und etwas durchgefroren. Nachdem der Bus zurückgeholt und die Boote aufgeladen waren, verstreuten wir uns wieder in alle Richtungen und ein schöner Paddelsonntag ging zu Ende. (SW)












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