It's only water - 12 Tage im Grand Canyon



Großartige Landschaft, Natur pur und „big water“ – der Grand Canyon des Colorado Rivers ist wohl der Traum eines jeden Paddlers. Ein Traum, den Marcus und ich uns diesen Sommer erfüllen. Mitte Juli geht es los, der Flug bringt uns nach Las Vegas, wo wir zwei Tage zum Akklimatisieren an das Wüstenklima nutzen. Dann treffen wir den Rest der Gruppe am Flughafen, wo wir – 28 Reisende, 20 Kajaks – von drei Kleinbussen der Firma Hatch River Expeditions abgeholt werden. Die Fahrt Richtung Marble Canyon dauert vier Stunden, wobei unser Fahrer seinem Spitznamen „Scary Larry“ alle Ehre macht. Aber schließlich kommen wir heil beim Warehouse von Hatch an und nach dem Abendessen in der Cliff Dwellers Lodge rollen wir im oder um das Warehouse unsere Matten aus und gehen schlafen.

Am nächsten Morgen geht es runter nach Lees Ferry, wo schon zwei riesige Rafts und die Hatch-Crew – Rachel und Chris, die die Rafts steuern werden, Dave als Safety-Kayaker und Sean als „Mädchen für alles“ - warten. Das Kommando „Kette bilden“ erschallt - es wird uns nun täglich begleiten – und flugs werden unser Gepäck und reichlich Getränkevorräte verladen. Die Sonne scheint und heizt die Luft auf nahezu 40 Grad auf, aber die Wassertemperatur beträgt nur etwa sechs Grad, so dass lange Paddelsachen angesagt sind. Bald schon schaukeln wir auf den Colorado-Wellen, die hier noch klar und grün sind. Michael erklärt uns, dass wir heute drei Rapids vor uns hätten, nach Grand-Canyon-Maßstäben kleine bis mittlere. Trotzdem bekommen wir große Augen, als wir in Badger-Creek-Rapid (4 – 6) fahren und die Wellen sich vor uns türmen! Als nächstes folgt Soap-Creek-Rapid (5 – 6), mit den ersten Schwimmern. Der Höhepunkt des Tages ist House-Rock-Rapid (5 – 7), benannt nach einem Haus-großen Felsen am Ende. Im Gegensatz zu den beiden vorigen Rapids geht dieser auch noch um eine Kurve. Dave sieht unsere respektvollen Blicke, mit denen wir den Rapid mustern und meint grinsend: „It’s only water!“ – „Es ist nur Wasser!“ Na, dann mal los!

Gegen Abend wird bei Mile 20 an einem Sandstrand angelegt. Als erstes heißt es „Kette bilden“, um die Rafts zu entladen. Danach haben wir Zeit, unsere Schlafplätze auszusuchen und herzurichten und zu relaxen, während sich die Crew mit den Dinner-Vorbereitungen beschäftigt. Damit die leeren Paddler-Mägen nicht zu sehr knurren, werden erst kleine Snacks gereicht. Das Essen ist immer phänomenal, es gibt jeden Tag frisches Fleisch oder Fisch, Gemüse, Salat, Obst und Nachtisch – oft im Dutch Oven gebackenen Kuchen!

Nachdem der Hunger erfolgreich gestillt ist, treffen wir uns zur Camp-Besprechung, auf der der nächste Tag besprochen sowie die „Helden des Tages“ gekürt werden.

Um halb neun ist es dunkel – Schlafenszeit! Es ist immer noch sehr warm, die Felswände speichern die Hitze des Tages. Bis auf die Schlangenphobiker unter uns haben die meisten ihre Matten unter freiem Himmel ausgerollt und genießen vorm Einschlafen den großartigen Sternenhimmel. Mitten in der Nacht werde ich wach, weil irgendein Blödmann die Schlafzimmerbeleuchtung angeknipst hat – ach nee, es ist nur der Vollmond, der jetzt über den Klippenrand lugt!

Am nächsten Tag folgt ein Flussabschnitt, für den ihnen wohl die Namen ausgegangen sind: stattdessen sind die Rapids nummeriert: 21-Mile-Rapid, 23-Mile-Rapid, 23-1/2-Mile-Rapid…

24-1/2-Mile-Rapid lädt die Mutigen unter uns zum Surfen in der gigantischen Welle ein. Die Mehrheit versammelt sich allerdings am Ufer, schaut zu und schießt Fotos.

Mittagsrast bei Shinumo Wash, von der Crew wird das Sandwich-Buffet aufgebaut und nachdem sich alle gesättigt haben, geht es zu einer kleinen Wander- und Klettertour in einen Seitencanyon: Silver Grotto. Wir klettern an Seilen steile Abhänge hoch und runter, waten oder schwimmen durch wassergefüllte Teile des Canyons, bis es schließlich nicht mehr weitergeht. Silbergraue Felswände umgeben uns in einem ovalen Kessel, der nach oben immer schmaler wird und nur einen Streifen Himmel erkennen lässt. In der Mitte liegt ein Tümpel, in den die Unermüdlichen, die versuchen, die steile, glatte Felswand zur nächsten Ebene zu überwinden, immer wieder hineinrutschen – zum Gaudium des restlichen Publikums.

Wieder auf dem Fluss, liegen noch etliche Meilen bis zu unserem Nachtcamp vor uns. Zwei der namenlosen Rapids im Fünfer-Bereich (die Colorado-Skala reicht von 1 bis 10) haben mich heute zum Schwimmen gebracht. Eingestiegen wird auf dem Fluss: nachdem Dave meinen Diablo quer über sein Boot gezogen und so geleert hat, legt er ihn neben sein Kajak und hält ihn fest, so dass ich übers Heck wieder ins Boot robben kann. Geht leichter als gedacht. Nun folgt eine lange relativ ruhige Strecke, auf der es nur geradeaus paddeln heißt. Das ist gar nicht so einfach, denn unter der Flussoberfläche lauern Querströmungen und Wirbel, die ständig das Boot in eine andere Richtung drehen. Immer wieder ist plötzlich der Vordermann um zehn Meter nach rechts oder links versetzt.

Bei Mile 33 machen wir noch einmal Halt, um Redwall Cavern zu besichtigen, eine riesige Höhle im roten Gestein, in der sogar schon Konzerte abgehalten wurden. Ich mache von meinem vertraglich zugesicherten Recht Gebrauch, „jederzeit ohne Angabe von Gründen aufs Raft zu gehen“ und genieße den Rest des Nachmittags die Landschaft noch intensiver – und ein Bier gibt’s auch schon mal! Rachel macht uns auf Dinge aufmerksam, die wir vom Kajak aus sicher übersehen hätten, wie die kleine Hängebrücke, die einen Spalt hoch oben in der Felswand überbrückt und noch von den Anasazi, den Ureinwohnern dieser Gegend stammt.

Bei Mile 44 erreichen wir endlich unser Nachtcamp. Kette bilden, Rafts ausladen, Schlafplatz einrichten – der gestern noch ungewohnte Ablauf ist heute schon fast Routine. Fernab an den Enden des Lagers werden zwei Chemietoiletten aufgestellt, meist mit großartigem Ausblick.

Das Highlight des nächsten Tages sind die Anasazi-Kornspeicher am Nankoweap Canyon. In der Gluthitze des Vormittags wandern wir etwa 400 Meter steil bergauf, bis wir die vor fast tausend Jahren in einen Felsüberhang gebauten Speicher erreichen. Hier lagerten die Indianer ihre Getreidevorräte, die sie unten im Flussdelta des Nankoweap Creeks ernteten. Von dem Felssims aus genießen wir eine atemberaubende Aussicht über den Canyon, ehe wir uns wieder an den Abstieg machen.

Später passieren wir die Mündung des Little Colorado Rivers. Normalerweise färbt sich ab hier der Colorado in dem typischen Rotbraun, aber es sind noch keine Gewitter im Gebiet des Little Colorado herab gegangen und haben die Schlammmassen heruntergespült. So bleibt uns noch einige Tage der Fluss in milchigem Grün erhalten.

Bei Basalt Canyon schlagen wir unser Nachtlager auf. Beim Campmeeting erfahren wir, dass ab morgen die „Big days“ anstehen – die Tage mit den schwierigsten Rapids.

Wir erreichen nun die Inner Gorge, in der der Colorado sich am tiefsten ins Gestein geschnitten hat. Die Felswände bestehen aus schwarzem Vischnu-Schiefer und rosa Granit. Zum Warmwerden bewältigen wir mit Unkar Rapid und Nevills Rapid zwei mittelschwere Stromschnellen, die mit 4 – 7 eingestuft sind. Dann folgt als erster der „Big Rapids“ Hance (7-8). Ein riesiger Basaltwürfel in der Flussmitte markiert den Eingang, dann geht es über eine halbe Meile Länge fast zehn Meter abwärts – mit mächtigen Walzen, denen es auszuweichen gilt. Wer hier schwimmt, schwimmt lange und so fällt meine Entscheidung leicht: ab aufs Raft. Die Raftpassagiere und –crew beobachten die Fahrt der Kajaker. Dabei erfahre ich, dass auch ein 11-Meter-Raft in einem solchem Rapid zum Kentern gebracht werden könnte. Bevor wir losfahren, entschuldigt sich Rachel schon mal im Voraus dafür, dass sie vermutlich gleich viel fluchen wird, weil es eine schwierige Fahrt ist. Sie dreht den 25-PS-Motor, der das tonnenschwere Raft antreibt, auf Vollgas und los geht’s. Die Wellen waschen über das gesamte Raft, nicht nur die Passagiere in der ersten Reihe werden klatschnass. Mitten im Rapid versagt der Motor. Nun hat Rachel allen Grund zum Fluchen, sie zieht und zieht an der Startleine, doch nichts passiert. Nur gut, dass wir vorher noch übers Raft-Flippen gesprochen haben! Wir trudeln steuerlos durch die Wellen, rammen das Ufer, werden weiter getrieben und laufen auf einen Felsen auf. Endlich startet der Motor wieder, Rachel hat das Raft wieder unter Kontrolle. Vielleicht sollte ich den nächsten Big Rapid doch selber paddeln…

Beim nächsten ruhigen Flussabschnitt setze ich mich wieder ins Kajak und rutsche damit vom Raft runter. Grapevine Rapid (6-7) und ein paar weitere Rapids stehen noch auf dem Programm, dann erreichen wir Phantom Ranch, wo wir Mittag machen. Hier ist die einzige Verbindung zur Außenwelt auf der gesamten Reise. Es gibt ein Telefon, man kann Postkarten erwerben und losschicken, die dann per Muli zum South Rim gebracht werden. Hier unten gelangt man nur per Boot, per Pedes oder per Muli hin. Die Hitze ist an Land kaum auszuhalten, wir sind froh, als wir wieder auf dem Wasser sind.

Als nächster Big Rapid wartet Horn Creek Rapid (7-9) auf uns. Dort treffen wir eine Gruppe von englischen Kajakern, denen wir beim Befahren des Rapids zusehen. Die Engländer sind offensichtlich sehr fit. Durch wuchtige Wellen treffen sie souverän die Linie und vermeiden die riesigen Löcher und Walzen. Bei uns wird der Anteil der Kajaker, die doch lieber aufs Raft wollen größer. Leider haben die Rafts auf der anderen Flussseite angelegt und wir müssen unmittelbar oberhalb des Rapids den Fluss queren, um dorthin zu gelangen. Der Fluss ist breit, die Strömung zieht ordentlich und unser Adrenalinpegel ist schon hoch, als wir alle die Rafts erreicht haben. Die Boote werden verstaut und festgezurrt und der wilde Ritt durch Horn Creek kann losgehen – diesmal ohne Motorpanne. Wenige Meilen weiter folgen schon Granit Rapid (7-8) und Hermit Rapid (7-8) und so bleiben wir gleich auf dem Raft. Hermit ist der Rapid mit den höchsten Wellen im Grand Canyon, durch vier Meter hohe Wasserberge kämpfen sich die Mutigen unter uns. Zwei Meilen später schlagen wir unser Nachtlager auf. Heute bekommen wir attestiert, dass wir alle Helden sind – so fühlen wir uns auch!

Am nächsten Vormittag erreichen wir einen weiteren Big Rapid: Crystal Rapid (7-10). Am liebsten würde ich mein Boot schon vor der Besichtigung des Rapids aufs Raft verladen. Aber Michael zeigt uns eine Chickenline, die ich vielleicht sogar kriegen könnte, wenn es mir gelingt, rechtzeitig aus der Hauptzunge raus zu kommen. Ich wage es – und es klappt. Euphorisch gestimmt erreiche ich das Ende des Rapids – wenigstens einen der Big Ones bin ich gepaddelt!

Vergleichsweise ruhig geht es nun weiter, die weiteren Rapids sind im 5 – 7er Bereich angesiedelt. Im 104-Mile-Rapid gelingt mir sogar meine erste Rolle im Big Water.

In der Mittagspause am Shinumo Creek lädt ein Wasserfall im Seitencanyon zu einer erfrischenden Dusche ein. Am Nachmittag geht es entspannt weiter, überwiegend kleine Rapids – ungefähr wie die Imster Schlucht bei 3,50 Meter Wasserstand. Ja, die Relationen verschieben sich schon etwas.

Der sechste Tag beschert uns neben diversen mittleren Rapids mit Spector Rapid (6), Bedrock Rapid (6-8) und Dubendorff Rapid (6-8) drei etwas größere Herausforderungen. Spector fordert einige Schwimmer, mir gelingt eine Rolle – hurra! In Bedrock schaffen Wilfried und ich es, in das Kehrwasser einzuparken, das wir unbedingt vermeiden sollten. Mehrere lange Minuten kämpfen wir auf der Eddyline, bis wir wieder in die Strömung gelangen. Dubendorff beeindruckt mit riesigen, zweieinhalb Meter (gefühlte fünf Meter!) hohen Wellen. Hier übt Marcus mal wieder erfolgreich rollen. Nachdem die Schwimmer rausgezogen wurden, wird Mittagsrast gemacht. Der hier mündende Stone Creek bietet wieder einen netten Dusch-Wasserfall.

Nach nur 16 Meilen (knapp 26 km) Tagesetappe erreichen wir unser Nachtcamp am Thunder River relativ früh. Dementsprechend heiß ist es, die Sonne knallt noch richtig, man kann kein Gepäckstück anfassen. Die spärlichen Tamariskenbüsche bieten kaum Schutz und so flüchten wir in den Seitencanyon des Thunder River, wo wir Schatten und ein Art natürlichen Whirlpool unter einem kleinen Wasserfall finden. Hier lässt es sich aushalten!

In der Nacht kündet Wetterleuchten von fernen Gewittern. Am Morgen hat der Colorado seine Wasserfarbe geändert: im typischen Rotbraun wälzt er sich durch sein Bett.

Ein Teil der Gruppe bricht zu einer Tageswanderung auf, der andere Teil fährt die drei Meilen mit dem Raft bis zum Deer Creek, wo wir uns wieder treffen. Der Deer Creek fällt in einem 30 Meter Fall in einen kristallklaren Pool mit angenehmer Badetemperatur. Der Wasserfall erzeugt einen derartigen Luftdruck in dem Kessel, dass es unmöglich ist, näher als zehn Meter heran zu schwimmen – man wird förmlich weggepustet.

Nachmittags kommen die Wanderer verschwitzt und erschöpft an und stürzen sich begeistert ins Wasser. Nachdem sie sich ausgeruht haben, ist noch ein wenig Paddeln angesagt: ein paar Meilen stehen auch heute noch auf dem Programm. Experimentierfreudig probiere ich eine Rolle in den nunmehr braunen Fluten. Es ist stockfinster unter Wasser, nicht ein winziger Lichtschimmer dringt durch das sedimentreiche Wasser! Sehr gewöhnungsbedürftig!

Der nächste Tag beschert uns einen Rapid, der es in sich hat: Upset Rapid (3-8). Michael führt uns natürlich die „8er-Route“ runter. In der Mitte gilt es, ein großes Loch tunlichst nicht zu treffen, links davon türmen sich Riesenwellen, über die wir die Boote steuern. Nach zwei oder drei dieser Dinger kommt plötzlich ein Riesenbrecher von links aus der Felswand und wälzt sich seitlich über mich. Ich kentere, kämpfe, um das Paddel zur Rolle anzulegen, gegen die Strömung, die unter Wasser an mir zerrt. Als ich gerade soweit bin, dreht eine Welle mein Boot um – leider zu falschen Seite und leider nicht komplett. Die Strömung reißt mir das Paddel zur anderen Seite, ich mache einen weiteren, aber aus Luftnot schon halbherzigen Rollversuch – dann steige ich aus. Ich schwimme in riesigen Wellen, die immer wieder über mir zusammenbrechen, so dass Atmen taktischer Überlegungen bedarf. Vor mir sehe ich Winfried abkraulen, hinter mir schwimmen Marcus (sein einziger Schwimmer auf der gesamten Tour!) und Mike – die Route war ja ein voller Erfolg. Dave, der die rechte, leichtere Route wählt, bringt seine Gruppe unbeschadet durch.

Mittagsrast machen wir an der Mündung von Havasu Creek. Kristallklares Wasser des Havasu Creeks trifft die schlammigen Coloradofluten – in einer scharf abgegrenzten Linie. Wir wandern ein Stück das Tal hinauf bis zu einer Stelle, wo es einen herrlichen Badepool gibt. Hier schwimmen wir und relaxen im Schatten des Felsplateaus. Weiter oben im Canyon gibt es eine Siedlung der Havasupai-Indianer, aber die Zeit reicht leider nicht für die mehrstündige Wanderung dorthin.

Einen Tag später erreichen wir den Höhepunkt eines jeden Grand-Canyon-Trips: Lava Falls!

Alle anderen Rapids haben sich durch Rauschen angekündigt, hier hören wir schon von ferne das Donnern des Rapids, eingestuft mit dem Grad 8 - 10. Wir steigen am linken Ufer aus, um die legendäre Stelle zu besichtigen. In der Mitte und damit in der Hauptströmung tut sich ein gewaltiges Loch auf, in Dimensionen, die wir uns hierzulande nicht vorstellen können. Hier auf der linken Seite gäbe es eventuell eine Chickenline – wenn das Wasser halbwegs klar wäre. Ist es aber nicht, und so sind die Felsen, die die Route spicken nicht sichtbar. Also bleibt nur die rechte Route – für die echten Helden unter uns. Hat man es nämlich an dem Loch vorbei geschafft, lauern rechts ein paar wirklich große Walzen auf den mutigen Paddler. Wir beobachten die wenigen echten Helden, die sich durch das tosende Inferno kämpfen, bevor der große Rest der Gruppe die Rafts besteigt. Auch mit dem Raft ist die Fahrt durch Lava Falls abenteuerlich, die Guides sind hochkonzentriert und trocken bleibt niemand!

Die restlichen anderthalb Tage bieten „nur“ noch Rapids im unteren bis mittleren Schwierigkeitsbereich. Der letzte Paddeltag zieht sich etwas, da die von den Guides geplanten Camps schon von anderen Gruppen belegt sind. Und so heißt es, noch mal fünf Meilen und noch mal… Der Himmel hat sich zugezogen, Böen pfeifen durch den Canyon und für das letzte Camp müssen wir doch tatsächlich die Zelte aufbauen, da es zu regnen beginnt.

Am nächsten Morgen werden alle Kajaks auf die Rafts verladen, da der Colorado kurz vor dem Lake Mead nur noch wenig Strömung hat. Den ganzen Tag motoren wir den Fluss hinunter, erhaschen einen Blick auf den berühmten Skywalk, eine Aussichtsplattform mit gläsernem Boden hoch oben in einem Seitencanyon des Colorados. Am Nachmittag erreichen wir Lake Mead, wo das allerletzte Camp auf einer Halbinsel aufgeschlagen wird. Wir schwimmen und planschen im See, endlich wieder Haare waschen mit Wasser, das wärmer als acht Grad ist und nicht voller Sand! Der einzige Nachteil des warmen Wassers: heute Abend gibt es kein kaltes Bier.

(gw)





















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