Sault Brénaz 2009



Wie schrieb ich im Bericht letztes Jahr? Wir kommen wieder! Und das taten wir auch. Diesmal waren wir 19 Paddler, die nach Sault Brénaz fuhren, um auf dieser schönen Strecke an der Paddeltechnik zu feilen und einfach Spaß zu haben. Am 4. April starteten wir wieder sehr früh und kamen nach zehn Stunden Fahrt in der Nähe von Lyon in Sault Brénaz an. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und nach schnellem Aus- und Abladen waren wir auch schon auf dem Wasser. Viele von uns hatten Erinnerungen an die eine oder andere Stelle aus den letzten Jahren, die noch zu schwer war, und ich denke, nicht nur mir ging es so, dass man sie diesmal ganz anders und vor allem einfacher einschätzte. Jeden Tag suchten wir uns eine andere Stelle und steigerten uns so jeden Tag im Schwierigkeitsgrad.

Die Slalomjugend war wieder mit ihren Trainern Andi und Iain dabei und auch sie haben viel dazugelernt.
In Bourg-en-Bresse ist jeden Mittwoch ein großer Markt, das war unser Ziel für einen Ausflug. Es ist ein großer Wochenmarkt, auf dem man fast alles bekommt an Obst, Gemüse, Blumen und Pflanzen, günstige Kleidung und Schuhe. Etwas Besonderes für uns war sicherlich die Markthalle mit dem großen Angebot unzähliger Varianten an Käse! Was es bei uns auf Wochenmärkten nicht mehr gibt, ist ein Kleintiermarkt. Auch das ist was Besonderes auf diesem Markt. Vom Ei und Küken bis zum ausgewachsenen Huhn, Ente oder Gans und Kaninchen in vielen verschiedenen Varianten reicht hier die Auswahl. Wir haben uns ein gebratenes Huhn gekauft, das ja typisch sein soll für diese Region. Ich muss sagen, es hat nicht schlecht geschmeckt, als wir es auf der Treppe sitzend mit den Fingern verspeist haben, aber es war auch eine sehr fettige Angelegenheit. Die Stärkung mit Käse und frischem Brot war dann eigentlich die leckerere Alternative.

Bis Donnerstag erlebten wir auf dem Wasser so viel und erreichten so viele Verbesserungen, dass nicht nur ich am Freitag erschöpft und zufrieden den Tag ohne Paddeln genoss. Wir besiegten den Plöpp, wuschen die Angst vor dem Kentern und Rollen im Wildwasser, surften auf Walzen und durchquerten sie, kerzten, kreuzten gegen die Strömung, ließen uns von Wellen tragen und tauchten durch so manchen Schwall - auch mal ohne Boot. Kein Kehrwasser blieb unbefahren. Ein völlig anderes Fahrgefühl war es, als wir versuchten möglichst schnell die gesamte Strecke zu fahren, ohne ein Kehrwasser anzufahren. Das ist gar nicht so leicht, wenn man vorher immer versucht hatte jedes zu erreichen. Das Wetter war schön, das gemeinsam gekochte Essen lecker, das Wasser frisch und der Campingplatz voll. So konnten wir zufrieden am Ostersamstag ein jeder zu seinem nächsten Ziel reisen nach Korsika, Offenburg, Köln etc.
Soll ich wieder schreiben – wir kommen wieder nächstes Jahr? Ich denke, gelogen ist es nicht.
Ich freu mich schon darauf!

(sw)    












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